#Freitagslieblinge – Läuft bei uns. Oder: Ein bisschen lesen, viel essen und wichtige Schritte

Es ist Freitag, der 1. Juli und damit ein guter Freitag, um unser Debüt bei den #Freitagslieblingen der lieben Anna alias BerlinmitteMom zu geben. Allerdings muss ich bei meinen ersten Freitagslieblingen direkt ein bisschen schummeln und alte Bilder präsentieren. In der vergangenen Woche ist unsere vierwöchige Reha auf dem wunderschönen Ederhof in Osttirol zu Ende gegangen. Da ich den gesamten Freitag im Auto verbracht habe und in dieser Woche außer Wäsche waschen und An-Zu-Hause-Gewöhnen nicht viel passiert ist, gibt es verspätete Freitagslieblinge. Trotzdem sind sie aktuell, denn die lange Reha-Zeit wirkt nach.

Hier kommen meine fünf Lieblingsbilder der vorletzten Woche

 

IMG_7429Mein Lieblingsbuch der Woche
„Ich glaub‘ mich tritt ein Kind“ von Caroline Rosales und Lisa Harmann (vom tollen Blog StadtLandMama) steht schon länger in meinem Bücherregal. Während der Reha habe ich es endlich geschafft, mal reinzulesen. Auch wenn ich es noch nicht bis zur letzten Seite geschafft habe, kann ich das Buch allen (werdenden) Müttern empfehlen. Die schwangere Caro hat – wie alle Schwangeren – jede Menge Fragen. Zum Glück hat sie dreifach-Mama Lisa, die sie an ihrem reichen Erfahrungsschatz teilhaben lässt, egal, ob es um die Frage nach dem richtigen Vornamen, Stilldemenz oder Geburtsvorbereitungskurse geht.
Meine Lieblings-Textstelle (der ersten 100 Seiten) steht auf Seite 26:

„Egal, was Kinder in der Öffentlichkeit anstellen, ob sie jemanden als ‚Kackamann‘ bezeichnen oder eine Auto-Alarmanlage auslösen – immer sind gleich die Eltern schuld. ‚Können Sie nicht mal aufpassen?‘ heißt es dann. Statt den Kindern selbst die Ohren lang zu ziehen. DIE bauen doch hier gerade Scheiße, nicht ich. Und man höre und staune: Ja, die haben einen EIGENEN Charakter, der sie lenkt.“

Jede Mutter eines Kleinkindes wird wissen, was ich meine. Zumindest habe ich mich noch nie auf den Boden geschmissen, um ein Eis zu bekommen (jedenfalls nicht vor den Kindern) und den Auftrag, zu erforschen, wie viele Klopapierrollen in eine Toilette passen, habe ich meiner Tochter und ihrer Freundin auch nicht erteilt.

Das Buch gibt Schwangeren einen unterhaltsamen Ausblick auf das, was da noch so kommen mag und als mittlerweile erfahrene Mutter konnte ich oft sagen: „Hach, ja. War doch ganz schön damals.“

IMG_7372Mein Lieblingsessen der Woche

Marillenknödel mit Vanillesauce!
Ein besonderes Highlight unter vielen Essens-Highlights der Ederhof-Köchinnen. Vier Wochen lang bekamen wir täglich Frühstück, Mittagessen und Abendessen aufgetischt. Es war immer köstlich und reichlich.
Ich merke die Knödel (und den Kaiserschmarrn) heute noch an der zwickenden Jeans. Lecker!

 

 

Mein LieblingsmomentFreitagslieblinge,laufen mit meinen Kindern

Wenn man vier Wochen lang fast 24 Stunden am Tag mit seinen Kindern zusammen ist, ist diese Zeit natürlich voller Lieblingsmomente. (Auch voller Nervenkrieg, aber darum soll es ja hier nicht gehen.) Meinen allerliebsten Moment hatte ich aber mit der Kleinen. Denn – Trommelwirbel  – sie macht ihre ersten Schritte! Noch sehr wackelig, aber sie will laufen und hat großen Spaß dabei, von einem zum anderen Erwachsenen zu taumeln.
Durch ihre Erkrankung und die vielen langen Krankenhausaufenthalte ist sie in der motorischen Entwicklung etwas hinter ihren Altersgenossen zurück. Es ist so wunderbar mit anzusehen, wie motiviert sie ist, wie sie sich nicht unterkriegen lässt, wie sie sich freut, wenn wir wie verrückt in die Hände klatschen, wenn sie wieder einen kleinen Schritt geschafft hat. Lilly ist jetzt etwas mehr als 21 Monate alt. Noch vor einem Jahr hätten wir uns nicht vorstellen können, dass unser Mini-Baby sich so prächtig entwickelt. Sie hat sich so tapfer durch das letzte Jahr gekämpft und ich kann es kaum erwarten, dass sie auf ihren eigenen Füßen die Welt entdecken kann (auch im Interesse meines Rückens).

IMG_7307Mein Lieblings-Mama-Moment nur für mich

Ich war Laufen. In den Bergen. Ohne Musik im Ohr. Ohne Runtastic. Ohne zu wissen, wie weit, wie schnell oder wie lange ich genau gelaufen bin. Einfach in den Wald und los. Auf dem Rückweg noch ein kleines Sträußchen Vergissmeinnicht vom Wegesrand gepflückt, und der Start in den Tag war perfekt!

Und nein, ich habe mich nicht verlaufen, ich war absichtlich so lange weg.

 

 

DSC_0332Meine Lieblings-Inspiration der Woche

Vier Wochen lang haben wir zusammen mit anderen organtransplantierten Kindern und deren Familien auf dem Ederhof gewohnt. Acht Kinder, die ein neues Organ erhalten haben (oder noch darauf warten) und fünf gesunde Geschwisterkinder plus Eltern. Am Ende konnten wir nur feststellen: Die transplantierten Kinder sind genauso chaotisch, wie die, die noch alle eigenen Organe haben. Wenn man sich vor Augen führt, was die Kleinen schon alles mitgemacht haben, kann ihr Lebensmut und ihr Lebenswille nur inspirierend wirken. Danke an die Ederhof-Familien und das Ederhof-Team für die schöne Zeit!
Bis bald!

 

 

 

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