#Freitagslieblinge am 19. August: Vier Mal schön, ein Mal traurig

Heute machen wir mal wieder mit bei der Aktion #Freitagslieblinge von BerlinmitteMom und zeigen fünf Lieblingsbilder. In dieser Woche:  Vier Mal schön, ein Mal traurig

 

 

IMG_0545Mein Lieblingsbuch der Woche:  Gewitter über Pluto
Neulich habe ich meinen 35. Geburtstag gefeiert und hatte nur einen Wunsch: Bücher. Und zwar keine Muttibücher. Auch keine rührenden Geschichten von kranken Kindern. Einfach was unterhaltsames, am besten ganz ohne Kinder und Eltern (ja, ich weiß, ist nicht möglich, irgendwo sind alle Menschen Eltern oder zumindest Kinder, aber das elterliche sollte mal nicht im Vordergrund stehen). Es ist ein sehr ansehnlicher Bücherstapel dabei herumgekommen und das erste habe ich schon durch. Geschrieben hat es Heinrich Steinfest, es heißt „Gewitter über Pluto“ und ist ziemlich genial, auch wenn am Rande ein paar Kinder und Babys vorkommen, aber nicht in tragenden Rollen. Worum geht es? Pornodarsteller Lorenz Mohn will die Branche wechseln und einen Strickwarenladen eröffnen. Dafür braucht er Geld und leiht sich dies bei der mysteriösen Claire Montbard. Der Deal: Geld oder Leben – genauer: Nach sieben Jahren das Geld zurück zahlen oder ein Leben retten. Lorenz schlägt ein, macht in Strickwaren, findet eine Frau, ist in einen Mordfall verwickelt, hat einen Schlaganfall und so sind sieben Jahre schnell rum. Lorenz hat den Kredit verdrängt, kann nicht zahlen und es kommt zum großen Showdown. Außerirdische spielen natürlich auch eine Rolle, sodass es schön absurd wird.

IMG_0780Mein Lieblingsessen der Woche: Saft?

Nachdem ich mehrfach gefragt wurde, ob ich schwanger sei, habe ich  einen Test und als dieser erwartungsgemäß negativ ausfiel, eine Saftkur gemacht. Drei Tage Säfte, Tee und Wasser. Nicht zum Essen, sondern stattdessen. Dabei habe ich erkannt, dass es gar nicht so schlimm ist, wenn man fälschlicherweise einer Schwangerschaft bezichtigt wird.  Gemüsesaft ist schlimmer. Jedenfalls ist kein Essen auch keine Lösung und ich werde lieber mal wieder die Laufschuhe schnüren, als auf feste Nahrung zu verzichten. Und bevor ich nochmal Rote Bete Saft trinken muss, trainiere ich lieber für einen Marathon. Das Lieblingsbild ist das der aufgegessenen Grillwurst. Der Hunger war so groß, dass ich es vor dem Essen nicht geschafft habe, auf den Auslöser zu drücken.

IMG_0720Mein Lieblingsmoment mit meinen Kindern: Flips essen

Meine Lieblingsmomente mit meinen Kindern sind oft die, mit denen ich aktiv nichts zu tun habe. Die Momente, in denen sich die beiden friedlich miteinander beschäftigen. Wahrscheinlich, weil sie so selten sind. Es ist so entspannend, zu beobachten, wie die beiden friedlich und freundlich miteinander umgehen und ich mal nicht dazwischenfunken und etwas wie nicht hauen, nicht schubsen, nicht kneifen, nicht auf den Kopf springen, nicht mit Sand füttern, rufen muss.
Dafür greife ich auch gern zu dubiosen Mitteln wie einer Tüte Flips. Die haben sie beim Einkauf abgestaubt und sich friedlich mit den ungesunden Dingern gefüttert und ich habe mich auf dem Supermarktparkplatz gesonnt.

 

Mein Lieblings-Mama-Moment IMG_0697nur für mich:

Eingewöhnung Teil 1 und 2: Die Große ist fast vier und musste die Kita- Gruppe wechseln, die Kleine ist fast zwei und geht zur Tagespflege. Die erste Umgewöhnung verlief reibungslos. Die zweite war schon etwas aufregender. Die ersten Tage habe ich noch vor der Tür herumgelungert, dann habe ich mich ins 100 Meter entfernte Café gewagt. Wenn die Anspannung erstmal weg und das Phantomschreien aus dem Ohr verschwunden ist, schmeckt der Cappuccino besonders gut und das Alleinsein ist ganz schön. Und das Wiedersehen auch.


IMG_2224Meine Lieblings-Inspiration der Woche: Stefan Henze

Darf man das Inspiration nennen? Die Schlagzeile, die mich in dieser Woche sehr bewegt hat hieß „Henzes Organe retten Menschenleben“. Am 15. August verstarb Kanuslalom-Trainer Stefan Henze nach einem Autounfall am Rande der olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Stefan Henze war mein Jahrgang, 1981. Er war 35 Jahre alt. Wahrscheinlich ist er davon ausgegangen, dass er mindestens nochmal 35 Jahre zu leben hat. Besser noch ein bisschen mehr.
Stefan Henze hatte einen Organspendeausweis. Nach seinem Tod konnten sein Herz, seine Nieren und seine Leber vier schwerkranken Menschen das Leben retten. Eine Inspiration? Ein Trost?  Das kann wohl nur seine Familie beantworten. Die Organspenden nehmen dem frühen Tod dieses Mannes etwas von seiner Sinnlosigkeit. Die Entscheidung Stefan Henzes und die Zustimmung seiner Familie, seine Organe weiterleben zu lassen verdienen großen Respekt.

 

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