Wir alle spielen Theater

Ein Freund von uns macht grad Karriere und ist jetzt ein Chef. Eine Freundin kann seit vier Wochen auf die Frage „Und was machst du so?“ antworten: „Ich bin Ärztin“. Eine andere  hat kürzlich geheiratet und daher jetzt einen Ehemann. Ich bin Mutter einer Tochter.

In neue Rollen muss man sich erst einfinden. Und das dauert. ... weiterlesen

Jedes Kind kann schlafen verlernen

Auf der Pflichtliteraturliste für die Erlangung des Elterndiploms steht unter anderem  „Jedes Kind kann schlafen lernen.“ Ha! Brauchten wir nicht! Hab ich direkt wieder ungelesen bei amazon verkauft und lese lieber Ildiko von Kürthys neues  Muttibuch. Und zwar während das Kind friedlich schlummert! Denn: Mit 6 Wochen schlief unsere Tochter durch. Den Anfang machte sie ... weiterlesen

Die Großelternpolonaise

Babys erstes Weihnachten brachte in unserer Familie einen neuen Gesellschaftstanz aufs Wohnzimmerparkett: Die Großelternpolonaise. Die geht so: Der älteste Opa fängt an. Er nimmt das Baby auf den Arm, sodass es über eine Schulter gucken kann. So läuft er durch die Wohnung. Das hat eine rattenfängerhafte Wirkung auf die anderen anwesenden Großelternteile: Ohne, dass es einer ... weiterlesen

Cry Baby

Das Baby an sich nutzt ja eher undifferenzierte Formen der Kommunikation. Kurz: Es schreit. Kommunikationswissenschaftlich gesprochen: Ein hörerzentrierter Ansatz. Die Interpretationsleistung findet auf Seiten der Empfänger – sprich der Eltern – statt. Da wir gelernt haben, das Kommunikation (auch oder vor allem unter Erwachsenen) prinzipiell fallibel ist, kommt es nicht selten zu Missverständnissen. Und wer das Baby ... weiterlesen

Ich bin Nicht-Stiller!

„Ich bin nicht Stiller!“ So lautet der berühmte erste Satz aus Max Frischs Roman „Stiller“. Ob Stiller gestillt wurde ist nicht überliefert. Aber vieles spricht dafür, dass seine Mutter zur Flasche gegriffen hat: Immerhin ist Stiller Egozentriker, Ehebrecher, vielleicht sogar ein Mörder? Glaubt man den eisernen Verfechtern der Brusternährung, sollte in psychiatrische Anamnesebögen die Kategorien „wurde gestillt“ ... weiterlesen

Zwiemilchige Gestalten

3 Wochen Elterndasein Um sich heute als gute Mutter ausgeben zu dürfen, muss man 1. eine natürliche Geburt ertragen und 2. stillen. Sonst ist der Ruf schnell ruiniert. Punkt 1 ist abgehakt, Punkt 2 läuft. Allerdings muss ich gestehen: Wir schummeln. Meine Hebamme darf das auf keinen Fall erfahren. Ich hab einmal zugegeben, dass ich nachts ein Fläschchen gegeben habe ... weiterlesen

Wochenbettgruppe – bitte hier entlang

Tag 10 post partum Es hat tatsächlich geklappt – in dem dicken Bauch war wirklich ein Kind und es ist rausgekommen! Es brauchte ein paar Pillen, um sich in Gang zu setzen, aber es ist ein vollständiges und wunderhübsches Exemplar geworden. Was die Geburt angeht, kann ich keine neuen Erkenntnisse liefern, aber bestätigen, was man so hört: ... weiterlesen

Komm raus oder wir sprengen

Stichtag + 9 - wie gehabt. Gebärendensprache ist eigentlich schön. Die deutsche Sprache hat  wunderbare Entsprechungen für die kalten medizinischen Termini gefunden: Gebärmutter, Mutterkuchen, Fruchtblase, Nabelschnur, Muttermund - alles schön bildhaft und gemütlich-mütterlich. Mit den "Wehen" gibt es einen schönen Euphemismus für das, was Geburtsberichten zufolge eher mit Pein, Schmerz oder gar Qual adäquat beschrieben wäre. Doch: "Sie ... weiterlesen

Selbstversuch zur Wirksamkeit wehenfördernder Maßnahmen

Stichtag + 1 Woche Es tut sich: ... Richtig... NIX Alle Standardvorschläge zum Wehen-in-Gang-setzen erfolglos durchgeführt. Es muss mit harten Bandagen gekämpft werden:

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Stichtag + 6. Es tut sich: nix. aber auch gar nix. Also um den 2-Tages-CTG-Rhythmus einzuhalten zum Sonntagsausflug ins Krankenhaus. Alles top beim Baby - genau eine "Anstandskontraktion" bei mir, sagt die fröhliche Hebamme. Ich merke weiterhin nichts. Ultraschall top - also auch nix mit Einleiten. Die Sternzeichen-Babysachen müssen wohl umgetauscht werden! Aber lange kann es sich ... weiterlesen